Journal · Praxis
Das Mischungsverhältnis: ein Regler, kein Schalter
Wie viel Caffineo in einen Blend kommt, entscheidet die Rösterei selbst — nicht in zwei Stufen, sondern stufenlos zwischen 20 und 70 Prozent. Was diese Spanne in der Praxis bedeutet.
Das Mischungsverhältnis steuert zwei Dinge gleichzeitig: den Geschmack und den Koffeingehalt der Tasse.
Die Spanne
Von 20 bis 70 Prozent, am häufigsten fifty-fifty.
Unter 10 Prozent Caffineo-Anteil ist der Effekt sensorisch kaum noch da, deshalb beginnt die sinnvolle Spanne bei etwa 20 Prozent. Nach oben sind in Einzelfällen bis zu 70 Prozent möglich.
Am häufigsten landen Röstereien bei fifty-fifty — halb Caffineo, halb Kaffee. Das ist aus zwei Gründen das dankbarste Verhältnis: Es ist geschmacklich ausgewogen, und es läuft in Vollautomaten am konstantesten. Bei HEIDE original, der eigenen Referenzmarke von Caffineo, liegen die Hybrid-Blends bei rund 66 Prozent Lupine.
Die Untergrenze
Unter 10 Prozent kein Zeichen, kein Effekt.
Unter 10 Prozent Caffineo-Anteil schmeckt man den Unterschied kaum noch — und genau deshalb darf das Zeichen „Caffineo inside“ unterhalb dieser Schwelle auch nicht auf der Tüte geführt werden. Die Grenze ist keine willkürliche Marketingregel, sondern hält das Zeichen an eine sensorisch wahrnehmbare Wirkung gebunden.
Der zweite Effekt
Mehr Anteil heißt weniger Koffein — unabhängig vom Röstprofil.
Weil die Lupine von Natur aus kein Koffein mitbringt, sinkt der Koffeingehalt der Tasse mit steigendem Caffineo-Anteil, ohne dass am Kaffee selbst etwas verändert wird. Wie stark, hängt zusätzlich davon ab, welcher Kaffee im Blend steckt: Robusta enthält etwa doppelt so viel Koffein wie Arabica, ein Blend mit Robusta liefert bei gleichem Mischungsanteil also mehr Koffein als einer mit Arabica.
Details zu Röstprofil, Lieferformen und der vollständigen technischen Spezifikation stehen auf der Bohne-Seite.
Häufige Fragen dazu
Welches Mischungsverhältnis ist für einen Hybrid-Blend üblich?
Die Spanne reicht von 20 bis 70 Prozent Caffineo-Anteil. Am häufigsten landen Röstereien bei fifty-fifty, weil es geschmacklich das dankbarste Verhältnis ist und in Vollautomaten am konstantesten läuft. Bei HEIDE original, der eigenen Referenzmarke, liegen die Hybrid-Blends bei rund 66 Prozent Lupine.
Ab welchem Anteil darf das Caffineo-Zeichen geführt werden?
Ab 10 Prozent Caffineo-Anteil. Darunter ist der sensorische Effekt kaum noch wahrnehmbar, und das Zeichen „Caffineo inside” darf dann nicht verwendet werden.
Beeinflusst das Mischungsverhältnis den Koffeingehalt?
Ja, direkt. Süßlupine enthält von Natur aus kein Koffein, deshalb sinkt der Koffeingehalt der Tasse mit steigendem Caffineo-Anteil. Weil Robusta etwa doppelt so viel Koffein enthält wie Arabica, hängt der genaue Wert zusätzlich davon ab, welcher Kaffee im Blend steckt.
Der nächste Schritt ist klein
Erst probieren, dann reden.
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